Snapchat

Snapchat als Marketinginstrument?

SnapchatSnapchat schon mal für das Marketing verwendet?

Facebook und Twitter, diese Tools sind wohl allen bekannt. Aber mit Snapchat kommt jetzt ein neuer Player auf den Schirm. Die amerikanische Werbezeitschrift Adweek kürte Snapchat zur „Hottest Digital Brand of the Year“. Eigentlich ist Snapchat auf den ersten Blick gar nichts aussergewöhnliches: Benutzer können Fotos machen und diese mit Texten und Filtern versehen – genau das kann man mit anderen Tools, wie z.B. Facebook auch. Das Spezielle bei Snapchat ist aber die Flüchtigkeit der Inhalte: Die Fotos und Videos sieht der Empfänger nach dem Öffnen nur maximal zehn Sekunden, dann löschen sie sich selbst. Öffnen lässt sich die Nachricht ausserdem nur maximal 24 Stunden nach dem Versand.
Es gibt aber noch weitere Unterschiede. So gibt es bei Snapchat kein klassisches Profilbild oder eine Biografie (bestens bekannt aus Facebook). Und auch das gewohnte Social-Media-Mantra von „sehen und gesehen werden“ gibt es nicht. Aus Marketingsicht also alles andere als Argumente für einen Einsatz.

Viele Unternehmen kommunizieren vor allem über etablierte Kanäle wie E-Mail, Facebook und Twitter. Social Messenger holen aber schnell auf. Ihr Vorteil: Sie werden von Nutzern eher dem privaten Kommunkationsraum zugeordnet, weshalb Nachrichten über WhatsApp oder Facebook-Messenger persönlicher wirken. Für Snapchat gilt das in besonderem Masse. Die App dient den Usern auch zum Austausch von Alltagsschnipseln, die für andere Social-Media-Kanäle zu profan oder gar peinlich erscheinen.

Obwohl Snapchat anders wie andere Online-Kanäle ist, lohnt sich eine Überlegung für das Marketing. Nachrichten werden zum Beispiel als „neu“ markiert solange bis der Empfänger diese öffnet. Sie versickern also nicht irgendwo im Newsfeed. Und da die Nutzer wissen, dass Snapseed nach kurzer Zeit wieder verschwinden, ist die Aufmerksamkeit beim Betrachten hoch.
Weltweit gibt es bereits 100 Millionen aktive Nutzer; mehr als die Hälfte sind laut Global Web Index zwischen 16 und 24 Jahren alt. Diese Zielgruppe lässt sich mit klassischer Werbung immer schlechter erreichen. Um die Kunden von morgen anzusprechen, ist Snapchat daher ein äussert spannender Kanal.

Um auf Snapchat aktiv zu sein, gibt es verschiedene Features:

Storytelling
Mit diesem Feature können sogenannte Stories erstellt werden. Hier werden Fotos und Videos chronologisch zu einer Geschichte aneinandergereiht, weshalb sie sich ideal zum visuellen Storytelling eignen.

Discover
Unter diesem Namen bündelt Snapchat Kanäle von verschiedenen Anbietern. Hier werden Stories veröffentlicht, die sich all 24 Stunden aktualisieren.

Branded Filter
Hier können Sponsored Lenses gekauft werden, also gebrandete Filter, Sticker und Animationen, mit denen Nutzer ihre Selfies schmücken können.

Grundsätzlich kann ein Unternehmen zwei Herangehensweisen an Snapchat wählen. Zum einen kannn es kostenlos selber Snaps und Stories veröffentlichen. Oder aber die kostenpflichten oben genannten Features.
Die kostenlose Variante lohnt sich aber auf jeden Fall einmal auszuprobieren. Hier ist Kreativität gefragt, wie interessante Stories erstellt werden können. Wie wäre es zum Beispiel, wenn innerhalb des Unternehmens jede Woche eine andere Abteilung per Snapchat Einblicke in das Unternehmen gibt. So hat man als Nutzer die Möglichkeit durch das „Schlüsselloch“ direkt in das Unternehmen zu schauen – so baut sich auch eher eine Verbindung zum Unternehmen auf.

Es bleibt spannend mit Snapchat – und es lohnt sich für jedes Marketing, dieses Tool im Auge zu behalten.

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