Und Action….Kino im Unterricht!

Wer geht nicht gerne ins Kino und lässt sich in eine andere Welt verführen – sei es mit Action, Romanzen oder ein stetiges Zittern, vor dem was kommen wird.

Interessanterweise geht man meistens freiwillig ins Kino – man sitzt sogar freiwillig mehrere Stunden auf dem Stuhl und ist konzentriert dabei.

Wäre es nicht toll, man hätte dieses Verhalten auch im Unterricht von seinen Schülern?

Wenn man mal anschaut, was es für alle Elemente in einem Film gibt, dann lassen sich diese auch in den Unterricht übertragen.

Story-Struktur

Egal, welches Thema man unterrichtet, einfach in eine Unterrichtsstunde zu gehen ohne Vorbereitung ist fahrlässig. Was man brauch ist einen Lektionenplan – noch besser, ein Skript.Cinema

Und wie im Film könnte auch das Unterrichtsskript in drei Phasen aufgegliedert sein:

Erster Akt: Das Setup / Einführung
Zweiter Akt: Einführung in das Problem / Konflikt mit aufkommender Action und Dramaturgie
Dritter Akt: Auflösung des Problems sowie Abschluss

Und wie sieht dies z.B. in der Praxis aus?
Der erste Akt bzw. die Einführung könnte mit einem Einstieg in das Thema mit Powerpoint-Slides sein oder auch mit Inputs aus der Fachliteratur. Im zweiten Akt wird der Ball den Lernenden zugespielt: jetzt sollen sie, genau wie gezeigt, ebenfalls ein Thema entsprechend einführen. Dies kann bei dem einen oder anderen schon eine Krise auslösen („kann ich das überhaupt?“). Mit einer guten Planung sollte dies aber der Schüler können – oder auch nicht – dies spielt nicht unbedingt eine Rolle. Wichtig ist der Lerneffekt daraus. Und damit kommen wir schon zum dritten Akt, zur Lösung bzw. Abschluss: hier könnte der Lernende über sein Vorgehen reflektieren

Verkauf im Aufzug
Es gibt eine Verkaufstheorie, dass man sein Produkt so prägnant erklären und verkaufen muss, dass man dafür nicht länger Zeit braucht, als wie man mit dem potentiellen Kunden im Aufzug ist.
Wie wäre es, wenn der Schüler ein fachliches Thema komprimiert, in sagen wir 3 Minuten, klar und verständlich rüberbringen soll?
Dasselbe gilt aber auch für die Lehrpersonen – drücke ich mich verständlich genug aus und bringe ich alles Wichtige konzentriert rüber? Falls nicht, dann wäre eine Überarbeitung meiner Lektion sicher sinnvoll.

Das Klassenzimmer ist die Bühne
Wo findet denn die Action statt? Was für Hilfsmittel braucht man auf der Bühne? Was wird alles benötigt, dass es richtig zur Action kommt?

Draussen spielt das wahre Leben!
Egal wie gut man seine Bühne (Klassenzimmer) einrichtet für die Show. Manchmal genügt es einfach nicht, trotz aller Special-Effekten, die Realität in das Klassenzimmer zu bringen. Tja – also, raus in die richtige Welt!

Stunt Doubles
Egal wie gut man unterrichtet oder wie gut man fachlich bewandert ist. Manchmal ist es einfach nötig, einen Experten reinzuholen. Dies hat auch bei den Lernenden eine erfrischende Wirkung. Nehmen wir mal an, man unterrichtet Grafiti – zwar versteht man was von Kunst – aber nur ein richtiger Sprayer kann es praktisch erzählen. So holt man die Realität auch auf die Bühne!

Cliffhangers
Man sitzt im Kino, Actionfilm. Der Held hängt an der Wand. Nahaufnahme: Die Finger lösen sich langsam von der Wand – unser Held droht zu fallen. PAUSE, Licht geht an….. Und wir können es kaum erwarten, dass es weiter geht. Wäre das nicht toll, würde ein Lernender auch so die Schulstunde verlassen – voller Spannung auf die kommende?
Eine Möglichkeit wäre, am Ende des Unterrichts nochmals eine herausfordernde Frage herauszuwerden oder eine knifflige Aufgabe mitzugeben. Wenn dann der Lernende gleich sofort die Antwort darauf möchte – umso besser – die Lösung gibt es aber trotzdem erst bei der nächsten Unterrichsstunde.

 

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