Blended Learning – Einstieg leicht gemacht

Blended Learning ist ein bekanntes Konzept und dennoch gibt es immer noch Hemmungen, es einmal auszuprobieren. Dabei muss man aber gar nicht die gewohnten Lehrmethoden komplett umstellen. Nachfolgend werden einige Tipps gezeigt, wie man schon mit kleinen Inputs erste Erfahrungen im Einsatz von Blended Learning sammeln kann.

Lernende aktivieren

Der Traum wohl jedes Lehrers ist es doch, dass die Lernenden schon gut vorbereiten und aktiviert zum Präsenzunterricht kommen. Mit einer Online-Diskussion kann man dies erreichen.
Diskussionsforne sind eine einfache Möglichkeit, Schüler schon vor dem Unterricht über das Unterrichtsthema nachdenken zu lassen. Jeder in der Klasse kann die Forenbeiträge lesen und selbst Beiträge verfassen. So kommt bereits vorab eine Diskussion zum Thema in Gang. Diese Foren haben auch den Vorteil, dass auch Lernende, die nicht gerne vor anderen sprechen, sich in die Diskussion einbringen können.

Am besten startet man eine Diskussion mit einer anregenden Frage. So könnte man eine provokative Aussage stellen.
Anstatt einer Diskussion könnte man aber auch online vorab eine Abstimmung durchführen. Diese Methode bietet sich vor allem dann an, wenn vorgängig weniger Zeit den Lernenden zur Verfügung steht. Und als dritte Variante kann in einem online Diskussionsforum auch eine Verständnisfrage nach dem Unterricht gestellt werden. Somit kann ermittelt werden, wie gut die Lernenden die Inhalte nach dem Unterricht verstanden haben.

Videoeinsatz

Immer mehr Lehrer wollen lehrerzentrierte Phsaen auf ein Minimum reduzieren. So erhalten die Schüler die Möglichkeit, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen und die Lehrkraft hat mehr Zeit, einzelne Schüler zu betreuen. Eine Lösungsmöglichkeit sind hierbei Videos.
In Youtube finden sich tausende von Videos, teilweise sogar auch von Lehrern erstellt. Mit kostenloser Software wie z.B. iMovie (für Mac) oder MovieMaker (für Windows) lassen sich Videos bestens auf die persönlichen Bedürfnisse zuschneiden. Diese können dann auf das eigene Learning-Management-System publiziert werden und stehen so den Schüler in der Vorbereitung zum Lernen zur Verfügung.

Selbstproduzierte Videos durch Lernende

Blended Learning bietet jede Menge Möglichkeiten, die Kreativität der Lernenden anzuregen. So könnten z.B. die Lernenden vor einer anstehenden Prüfung sich in verschiedene Gruppen aufteilen. Jede Gruppe wählt sich ein Prüfungsthema aus und erstellt z.B. mit dem Smartphone ein Kurzvideo dazu. Diese Videos können danach allen Lernenden zur Verfügung gestellt werden und entweder darüber im Präsenzkurs oder in einem online-Diskussionsforum bespreochen werden. Auf diese Weise setzt sich der Lernende intensiver mit dem fachlichen Inhalt auseinander, profitiert von den anderen Lernenden und erweitert auch seine Medienkompetenz.

Differenzierte Aufgabenstellung

Wieso soll über ein fachliches Thema immer nur eine schriftliche Zusammenfassung geschrieben werden? Auch hier bietet das Blended Learning mehr Möglichkeiten. Als Lehrperson gibt man nebst der Aufgabenstellung (z.B. Reportage über ein aktuelles Ereignis) auch ver. Beispiele, mit welchem Medium eine solche Reportage gemacht werden kann (z.B. eine eigene Radionachrichtensendung aufzeichnen, ein Video erstellen, einen Blog verfassen, etc.).
Somit wird die Aufgabe differenziert und auch der Indiviualisierung der Lernenden gerechter. Lernenden, die gerne schreiben, können einen Zeitungsbericht verfassen, wer eher visuell ausgerichtet ist, kann auch eine Video-Reportage erstellen.
Erweitern lässt sich diese Aufgabenstellung danach so, dass das Ergebnis allen Lernenden zur Verfügung gestellt wird und darüber im Diskussionsforum diskutiert werden soll (z.B. was das gewählte Medium für das Material optimal; würden alle Möglichkeiten genutzt, etc.)

 

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