Blended Learning – 10 Vorteile

Zwar gibt es das Prinzip des Blended Learning schon einige Zeit, dennoch ist es noch immer vielen Lehrkräften unbekannt – und es bestehen Bedenken bei der Umsetzung.

Nachfolgend einige Gedankenanstösse, um den Einsatz des Blended Learnings zu fördern.

Bevor es aber mit möglichen Einsatzvarianten des Blended Learning los geht, erst einmal was generelles:

Was sind 10 Vorteile von Blended Learning?

  1. Unterrichtsszeiten besser nutzen
    Ehrlich gesagt, die Erstellung von digitalem Lernmaterial (Videos, Diskussionsforen Betreuung, E-Learning, etc.) kosten Zeit. Aber indem reine Theorievermittlungssequenzen (Frontalunterricht / Referate) in die Vorbereitung verlegt weden (z.B. über Videos) kann im Präsenzunterricht diese Zeit hinzugewonnen werden. Diese gewonne Zeit kann dann z.B. in eher anwendungsoriente Aufgabenstellungen investiert werden oder das Lehrkraft kann man sich stärker individuell den Lernenden widmen.
    Dieser Vorteil steht auch im Einklang mit den Forschungsergebnisse des Bildungsforschers Prof. John Hattie, gemäss dem ein Schlüssel zum Lehrerfolg in der zeitlichen Reduzierung des Lehrervortrags und einer verbesserten Lehrer-Schüler-Beziehung liegt.
  2. Differenzierung vereinfacht
    Indem die Lehrkraft im Präsenzunterricht Zeit gewonnen hat, kann der Unterricht nun besser nach den individuellen Bedürfnissen der Lernenden gestaltet werden oder auch auf einzelne Fragen spezifischer eingegangen werden. Auch können Online-Lernmaterialen automatisch differenzieren, d.h. so können Aufgabenstellungen von einfach sich nach immer schwieriger entwickeln und somit den Lernenden stätig herausfordern.
  3. Aktivere Lernende
    Durch den Einsatz von Lernvideos oder eLearning in der Vorbereitungsphase werden die Lernenden schon vor dem Präsenzkurs aktiviert bzw. setzen sich mit dem Thema auseinander. Auf dieses Vorwissen kann im Unterricht aufgebaut werden bzw. die gelernte Theorie kann im Unterricht gleich praktisch angewendet werden. Dies hat aber dann natürlich auch einen Rollenwechsel des Lehrers zur Folge – also vom reinen Inhaltsvermittler hin zu einer anleitenden und betreuenden Rolle.
    Auch diese Methode entspricht den Empfehlungen von Prof. John Hattie: 50% des im Klassenzimmer unterrichteten Stoffes ist den Schülern bereits bekannt.
  4. Kreativere Lernende
    Durch den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht eröffnen sich viele neue Möglichkeiten. Die Lernenden erhalten nun tausende von Online-Quellen, um z.B. selber Videos, Animationen oder Podcasts zu erstellen. Das eröffnet ihnen neue Wege, sich mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen und das Gelernte auszudrücken. Leistungsstärkere können online zusätzliche Aufgaben lösen.
  5. Besser vorbereitete Lernende
    Indem die Lernenden sich selbständig vorgängig auf den Unterricht vorbereiten (z.B. über das flipped classroom-Modell), haben die Lernenden bei Beginn des Präsenzkurses ein besseres Vorwissen und sind generell von Anfang an intensivere im Unterricht mit dabei.
  6. Weniger Papieraufwand
    Durch die Digitalisierung können Handouts, Übungen, etc. online zur Verfügung gestellt werden und müssen nicht mehr ausgedruckt werden. Dies spart einiges an Druckkosten – die Umwelt dankt.
    Ebenfalls gibt es je nach eingesetzten Tools auch die Möglichkeit, dass z.B. viele Aufgaben bei einer Prüfung automatisiert werden (z.B. automatische Korrektur von Multiple Choice Aufgaben, Übertragen der Noten in Listen, etc.)
  7. Wichtige Kompetenzen fördern
    Heute müssen die Lernenden lernen, wie online mit mobilen Medien um im Team gearbeitet wird. Unternehmen verlangen zudem Kompetenzen wie die Fähigkeit zum vernetzten Denken und die Entwicklung kreativer Lösungswege. Blended Learning ermöglicht es ihnen, diese Fähigkeiten zu fördern, indem sie sie zum gemeinsamen Online-Arbeiten und -Lernen motiviert.
  8. Alles an einem Ort – einfach, praktisch….
    Dank der Digitalisierung haben die Lernenden alle ihre Lernmaterialien an einem Ort. Das bedeutet, dass sie ein Video, einen Weblink, Zeitungsartikel, etc. nur ein einziges Mal in das Learning-Management-System hochladen müssen und somit danach immer Zugriff darauf haben. Auch die persönlichen Notizen können so verwaltet werden und sind somit für den Lernenden immer und von über all her abrufbar.
  9. Geringere Kosten
    Obgleich die Anschaffung der für das integrierte Lernen notwendigen IT-Systeme anfangs Investitionen fordert, verzeichnen viele Schulen langfristig Kosteneinsparungen, weil Ausgaben für Lehrbücher, Papier und Fotokopien reduziert werden.
  10. Einbindung der Eltern
    Da die meisten Lernenden ihre Online-Arbeiten zu Hause erledigen, bietet das Eltern die Möglichkeit, daran besser teilzuhaben und zu helfen. So erhalten die Schüler mehr Unterstützung durch die Eltern, und diese haben eine engere Verbindung zum Schulalltag ihrer Kinder.

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