E-Books entwickeln sich zu bedeutendem Bildungsmedium

So der Titel eines Artikels des Wallstreet-Online – Link. Gemäss einer Studie des Digitalverbandes Bitkom verwenden 38 Prozent der Befragten eBooks, hiervon 48 Prozent der Schüler und Studierenden.

Dies ist wirklich eine erfreuliche Nachricht. Noch vor Kurzem war die Durchdringung mit eBooks noch nicht so gross – auch vor allem seitens der Verlage war eher Skeptik angesagt.
Aus eigener beruflichen Erfahrung mit eBooks im Unterricht können die Vorteile klar nachvollzogen werden: eBooks sind leichter zu transportieren (früher hatte ein Lernenden über 7kg, jetzt nur noch knapp 200gr.). eBooks können automatisch inhaltlich aktualisiert werden, so dass gewährleistet ist, dass man immer mit dem neusten Unterrichtsinhalt lernt. Für mich persönlich aber ein wichtiges Kriterium ist es, dass eBooks mit interaktiven Elementen angereichert werden können. Nur das Lehrbuch als PDF zur Verfügung zu stellen, wäre eine Fehlinvestition. Aber den Lernstoff nicht nur rein über Text zu vermitteln, sondern z.B. Videos einzubinden, interaktive Übungen oder Verweise zu Internetseite (um den Praxisbezug herzustellen), erst so gewinnt das eBook an Mehrwert.

Was aus dem Text nicht hervorkommt: Wie gross ist aber schlussendlich die Akzeptanz im Umgang mit dem eBook? Genau hier liegt die Herausforderung. Den Text nur rein zu lesen ist meistens gut machbar mit einem Tablet. Den Text aber zu bearbeiten (markieren, Notizen zu erfassen, etc.) bringt schon eine Schwierigkeitsstufe mit sich.

Meiner Erfahrung nach haben viele Jugendliche Mühe, den Schritt vom Papier-Buch zum digitalen Buch zu vollziehen. Es ist ungewohnt, nicht mehr mit Stift und Marker arbeiten zu können, kein Papier zu spüren und eine andere Suchtechnik zu benutzen. Eigentlich nicht weiter verwunderlich, ist man sich doch seit Jahren das Papiermedium gewöhnt, vor allem auch die haptische Bewegung. Jetzt ist ein Umlernen angesagt – und dies bereitet Mühe.

Für mich persönlich ist es deshalb wichtig, dass a) es nicht nur ein eBook, sondern ein enhanced eBook ist. Also ein eBook mit angereicherten Elemente, aufgrund welchen klar ersichtlich wird, dass die digitale Variante einen Mehrwert zur Papierfom bietet. Aber b) ist es auch wichtig, den Lernenden in die Welt der Digitalisierung zu begleiten. Am Anfang kostet es Überwindung, sich auf das Abendteuer eBook einzulassen und damit zu arbeiten. Wird man dann alleine gelassen, wird ein eBook schnell in die Ecke geworfen und durch die Papierversion ersetzt. Hier müssen die Lehrpersonen entsprechend die Lernenden begleiten.

 

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